Autor Thema: Die privaten Aufzeichnungen des Escard Maidon  (Gelesen 2951 mal)

Offline Escard Maidon

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Die privaten Aufzeichnungen des Escard Maidon
« am: 01. November 2011, 20:35:07 »

In einer kleine Kammer bei schwachem Kerzenschein sitzt Escard über ein kleines Notizbuch gebeugt.  Die Worte sind mit akribischer fast malerischer Genauigkeit geschrieben. Auf der ersten Seite steht geschrieben:

“ Für die Nachwelt, so das man meine wissenschaftlichen Errungenschaften nicht vergessen wird “

Folgend ist zu lesen:

Dienstag Nacht, eine Stunde nach Mitternacht.
Heute probiere ich etwas Neues. Mit der Macht die ich durch Rahve bekommen habe denke ich bin ich bereit den nächsten Schritt zu wagen. Ich werde, anstatt Untote zu rufen, eine Kreatur erneut zum Leben erwecken.
Ich habe mir für den Anfang einen Vogel gefangen, - Ich war schon immer angetan von Raben, ihr schwarzes Gewand und ihre Augen, ja ich denke es sind ihre Augen die mich am meisten faszinieren.
Ich habe den Vogel erst mit den Dämpfen des Nebelkrautes betäubt. Anschließend vorsichtig einen kleinen Einschnitt am Hals des Vogels gemacht, und ihm damit die Arteria carotis durchtrennt. Das Blut habe ich aufgefangen und mit einem Gemisch aus gleichen teilen Ginsengs, Alraune, Knoblauch und Knochenstaubes versetzt. Ich bin davon ausgegangen dass das untermischen dieser, in der Alchemie für die Heilung bekannten Reagenzien, dem Prozess hilfreich seinen werde. Ich war falsch.
Ich habe das Blut-Reagenzien-Gemisch dem Vogel eingefüllt und versucht sein Herz wieder zum schlagen zu bekommen. Dazu habe ich versucht die Kraft Rahve zu nutzen, die Sie mir durch unsere Fusion gegeben hatte. Ich kann mir nicht vorstellen dass der Versucht aufgrund meiner Kraft missglückt ist. Ich muss eine Substanz finden die ich dem Tier geben kann um es stärker zu machen, bevor ich es wiederbelebe.
Das nächste mal werde ich eine andere Mixtur versuchen- oder sie dem Tier verabreichen wenn es noch am Leben ist. 

« Letzte Änderung: 01. November 2011, 20:37:13 von Escard Maidon »

Offline Escard Maidon

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Antw:Die privaten Aufzeichnungen des Escard Maidon
« Antwort #1 am: 04. November 2011, 19:34:18 »
Donnerstag Abend, etwa  2 Stunden nach Sonnenuntergang

Ich setze meine Versuche an dem Raben fort. Ich bin den letzten Versuch etliche Male im Gedanken durchgegangen und war der Überzeugung dass es bei einem schwachen Tier, wie dem Vogel, die Todesart war, welche das Scheitern mit sich führte. Ich habe ein leichtes Toxin aus Nachtschatten hergestellt, welches ich dem Tier verabreichen habe. Der Tod trat schnell ein. Mit der Wiedererweckung des Tieres würde ich praktisch den nächsten großen Schritt in der medizinischen Forschung machen, dachte ich. Da das Tier das Gift noch nicht lange im Kreislauf hatte, war es kein Problem es mit einem sehr starken Gegengift zu neutralisieren. Die physische Existenz nun wieder in einwandfreiem Zustand, erwartet ich, eine vollständige Wiedererweckung sollte unproblematisch sein.  Ich habe versucht, mit simpler Anwendung meiner arcanen Fähigkeiten das Herz des Tieres wieder zum schlagen zu bringen. Doch war die physische Intaktheit des Tieres und ein erzwungener Herzschlag auch nicht ausreichend um die Kreatur wiederzuerwecken.
Kurz bevor ich den Versuch als gescheitert abbrechen wollte, gab mir Rahve eine Eingebung. Die physische Form der Kreatur war zwar noch intakt, doch viel wichtiger war die Lebenskraft, die Essenze des Tieres, welche nach dem Abbleben diese Welt verlassen hatte. Der Kadaver war nur nurnoch eine Hülle, ein Gefäß das es zu befühlen galt. Einweiteres mal fokussierte ich meine Energie auf das Tier, doch dieses mal nicht um einen Herzschlag zu erzwingen, sondern ich stellte eine Verbindung her, die es ermöglichte einen Teil meiner Lebenskraft auf das Tier zu übertragen. Der Versuch ergab die erwartete Wirkung, doch das Endresultat war, im nachhinein ersichtlich, zu meiner Überraschung. Mit der Tatsache, dass das Tier seine eigene Essenze verloren hatte, und nun von meiner speiste, hatte ich volle Kontrolle über all seine Handlungen, konnte sehen was es sah, riechen was es roch. Der Vogel wurde praktisch zu einem weiteren Teil meines Körpers, ohne eine physische Verbindung zu mir zu haben. Sobald ich die Verbindung wieder trennte kehrte das Tier wieder in seinen leblosen Zustand zurück. Anstatt der Wiederbelebung des Tieres, erschuf ich eine weitere Marionette des Todes, mit dem Unterschied das es sich nicht nur um eine einfache Drohe handelt, die Befehle befolgt, sonder viel mehr eine temporäre Assimilation eines weiteren Körpers ist.
Ein äußerst Nützliches Ergebnis, wenn auch nicht jenes ich erreichen wollte, aber dennoch ein zufriedenstellendes Experiment, welches sich in der Zukunft als hilfreich erweisen wird. 

Offline Escard Maidon

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Antw:Die privaten Aufzeichnungen des Escard Maidon
« Antwort #2 am: 08. November 2011, 14:33:59 »
Dienstag Nachmittag, später Nachmittag
Das unerwartete Ergebnis des letzen Versuches beschäftigt mich noch sehr. Ich habe beschlossen dem Ganzen weiter auf den Grund zu gehen. Ich hatte den leblosen Körper des Rabens mit meiner Lebensenergie versorgt und ihn so zu einem Teil von mir gemacht.  Ich denke es sollte Möglich sein, nicht nur die Kreatur zu nutze, sondern eine neue Kreatur zu erschaffen. So wie der Feinschmied einen Golem herstellen kann sollte ich in der Lage sein eine Kreatur herzustellen, mit dem unterschied das Sie nicht nur Befehle befolgen wird, sondern vielmehr ein Teil meiner Existenz sein wird. Ich werde erst einmal weiter mit dem Vogeltier versuche machen. Es ist anatomisch einfach und benötigt nur eine kleine menge Energie. Zudem habe ich einige Teile bei einem Feinschmied, der bei dem richtigen Preis keine Fragen stellt, bestellt, und werde versuchen die biologischen Grenzen und Hindernisse etwas auszubessern. Sollte das gelingen werde ich mich an größeren Tieren versuchen, ich denke ein Hund oder eine Katze, dann vielleicht ein Bär oder ein Pferd... Eine Tiermaschine als physische Hülle neben meinem Körper wird sich als äusserst nützlich erweisen.